Start der Marketing-Kampagne BAU mit STAHL

Mehr als zwanzig Unternehmen haben sich mit tatkräftiger Unterstützung der ARGE SMD und des Österreichischen Stahlbauverbandes zusammengeschlossen und die Kampagne BAU mit STAHL ins Leben gerufen!

Stahl gewinnt!

 

Das Ziel der Marketing-Kampagne ist, Freude und Begeisterung für den Baustoff Stahl in den Schulen und in der Ausbildung allgemein zu vermitteln. Auch wenn Stahlbau z.B. in den HTLs für Bauwesen lehrplangemäß unterrichtet wird, passiert aus unserer Sicht nicht genug, um den Jugendlichen die fantastischen Möglichkeiten dieses Baumaterials nahezubringen.

 

Die Motivation aller Beteiligten dieser Kampagne, die für zumindest drei Jahre finanziert und projektiert ist, ist außerordentlich groß.

 

Die Masterminds hinter diesem Projekt sind Mag. Dieter Wurzer, der Leiter der ARGE SMD (Arbeitsgemeinschaft Stahl- und Metalldistribution, angesiedelt in der WKOÖ) und DI Georg Matzner, der Geschäftsführer des ÖSTV (Österreichischer Stahlbauverband).

 

Ein Redakteur von Stahlbau Aktuell sprach mit beiden über die Kampagne und die Erwartungen:

 

Wer gab den Anstoß zu BAU mit STAHL?

 

Matzner: Erste Überlegungen der Stahlhändler und Stahlbauer in Österreich dazu gab es schon 2006, doch das Übertragen eines deutschen Konzepts auf Österreich hat nicht funktioniert. 2013 habe ich im ÖSTV festgestellt, dass das Interesse an einer Marketingkampagne zu BAU mit STAHL nach wie vor vorhanden war. So haben wir den Kontakt zum Netzwerk Stahlhandel, das mittlerweile ARGE SMD heißt, aufgenommen.

 

Wurzer: Was mich besonders freut, dass gerade jetzt, wo im Bauwesen nicht gerade Jubelstimmung herrscht, es gelungen ist, diese wichtige Marketingkampagne auf die Beine stellen zu können!

 

Wer organisiert BAU mit STAHL?

 

Matzner: Herr Wurzer und ich. Das Finanzmanagement liegt beim ÖSTV. Es gibt einen Beirat, der die grundsätzlichen Vorgaben für die Strategie der Kampagne macht und kontrolliert.

 

Was erwarten sich die Unternehmen, die sich an der Kampagne beteiligen?

 

Wurzer: Kurzfristig vor allem, dass die Maßnahmen, die wir definiert haben, umgesetzt werden und dass es positive Rückmeldungen gibt. Mittelfristig, dass sich mehr junge Leute auch für den Stahlbau interessieren und dort auch ihre Job-Zukunft sehen. Langfristig, dass mehr in Stahl gebaut wird, da dann mehr Fachleute verfügbar sind, die in Stahl geschickt und effizient planen können und wollen. Es geht ganz klar um den Marktanteil des Stahlbaus am Bauwesen.

 

Matzner: Bei den ersten Stahlbautagen in den HTLs haben wir bemerkt, dass dort das Arbeiten in einem Statik- oder Stahlbauunternehmen kaum überlegt wird.

Nach Abschluss so eines Halbtages sind plötzlich einige interessiert an der Branche – mit den

Worten „Das hab ich gar nicht gewusst, was man da alles Cooles bauen kann aus Stahl!“

Das ist unsere Motivation.

 

Es läuft also gut?

Wurzer: Wir sind mitten in den Vorbereitungen. Alleine das Organisieren von Lehrbehelfen wie eines Stahlbau-Koffers, wo Anschauungsmaterialien wie Schweißnähte, Bleche, Vormaterialien, Beschichtungen etc. drin sind, ist ein Projekt für sich. Aber wie anders soll man Schüler für etwas begeistern, wenn sie nicht einmal den Grundstoff in Probengröße angreifen können. Diese Anschauungsmaterialien stellt die Wirtschaft den Schulen gerne zur Verfügung.

 

Matzner: Und weil immer die Freude an der Sache dabei sein muss, organisieren wir auch einen Wettbewerb, bei dem wir (einfache) Stahl-Modellbrücken, die in den Schulen gebaut werden sollen, auf einem mobilen Prüfstand testen. Die tragfähigste Brücke wird prämiert. Dafür haben wir den Prüfstand gerade fertig, die Website wird programmiert und es soll ja auch eine „Hall of fame“ geben. Der Wettbewerb soll durch ganz Österreich wandern. Auch sonst kann man den Prüfstand für allerlei Vorführungen nützen. Wer eine gute Idee hat, soll sich gerne jederzeit melden. Man kann ihn auch ausborgen.

 

Wie geht es dann weiter?

 

Matzner: Nach dem Schulschwerpunkt wollen wir Ende 2016 dann die Kommunikationsschiene mit den Planern aufbauen. Dann wird das eine runde Sache!